Dies ist die Fortsetzung zu den Kurzgeschichten „Nachts mit Drogendealern“ und „Wenn es blutig wird“! Ansonsten wünsche ich viel, wenn auch kurzen 😁 Lese-Spaß …

18ter 0ktober 1990, Washington DC

Einer der Lkw-Fahrer ging mit schnellem Schritt über die Straße. Er hatte es eilig, denn wenn er zu spät kommen würde, war alles vorbei. Er machte Anstalten, die Leiter auf der gegenüberliegenden Seite der Straße hochzuklettern. Der Schütze lachte innerlich, so war es doch ein Leichtes für ihn, den Typen abzuknallen. Er bewegte das Zielfernrohr ein Stück weiter in Richtung der fünften Leitersprosse. Gleich würde der Fahrer genau im Schussfeld sein …

In diesem Moment durchzuckte ihn ein stechender Schmerz und ein Messer ragte aus seiner Brust. Alles wurde schwarz und das letzte, was er sah, war nur noch, wie eine Gestallt das Fadenkreuz auf seinem Gewehr passierte. Er hatte so vieles überlebt und jetzt das? Bei einem Auftrag, bei dem er die Spitze irgendeiner Bürgerrechtsorganisation eliminieren musste, getötet werden! Das war zu viel für ihn, aber über mehr konnte er auch nicht nachdenken, als sein Gehirn langsam versagte …

Konrad Elias Manuel Jackson stand über sein Opfer und lachte in sich hinein. Der Trick mit der Leiter und dem Lkw-Fahrer war genial gewesen. Zwar gab es 100$ mehr für „lebendig“, aber wen juckte das schon in seinem Gewerbe? Er zog sein Handy und machte ein Bild, von der Leiche, genau so, dass man besonders gut das vor Schreck und Verwunderung verzogene Gesicht des Schützens erkennen konnte. „Schneidet den Kopf ab, der macht sich gut in unserer Sammlung…“ Einer seiner Männer trat mit vor Ekel verzogenem Gesicht vor und machte sich ans Werk.

Mit leicht federndem Schritt betrat Konrad die Straße. Dort wartete bereits der schwarze Van auf ihn, den er extra hierhin bestellt hatte. Er wollte es sich nämlich nicht entgehen lassen den Mörder seines Informanten Bill Jones eigenhändig zu ermorden und natürlich auch wegen des Geldes …

Konrad sprang aus dem Van. Vor ihm standen mehrere bewaffnete Polizisten und er konnte nur noch eines denken, bevor ihm die erste Kugel das rechte Auge versenkte: „Ach du Scheiße…“

Gegenwart, Irgendwo in New-York

Es war eine kalte Nacht und ich ging über den Hof der alten Fabrikhalle. Im Verlauf der letzten Tage hatte ich Qualen erlitten, entsetzliche Qualen. Ich war gefoltert worden, man hatte mich z. B. Stunden lang in entsetzlich kaltem Eiswasser ausharren lassen, ohne mir auch nur eine Frage zu stellen …

Der Typ hinter mir versetzte mir einen Stoß. Wie lange hatte ich nicht mehr geschlafen? Die Antwort darauf gruselte mir, fast 48 Stunden ohne auch nur ein bisschen Ruhe …

Mein Gedankengang wurde von einem lautem Motorenaufheulen unterbrochen und im selben Moment fuhr ein schwarzer Van auf den Hof. Auf einmal packte mich der Typ hinter mir am Kragen und zerrte mich zum Van. Ich währte mich nicht. Ich hatte es aufgegeben. Während wir uns dem Van näherten, kam der Beifahrer heraus und grinste. Es war der Typ ohne Auge …

Ich erwachte aus meinem Schlaf. Was war passiert? Ich konnte mich nur noch an das verschlagende Grinsen des Augentyps erinnern … Irgendwo in meinem Umfeld erklang ein lautes Lachen. Ich sah mich um, ich war in einem schäbigem kleinem Raum und lag auf einer alten, angelaufenen, mit Dreck bespritzten Matratze, auf der irgendetwas Dunkelrotes zu kleben schien, vermischt mit – mir stockte der Atem – Kotze …

Nach einer Weile näherten sich laute Schritte. „Ich schätze, er ist wieder bei Bewusstsein, Boss. Das Schlafmittel war nicht besonders stark!“ „Das hoffe ich für ihn, sonst lässt er sich ja die Show entgehen!“ Ein lautes Lachen ertönte.

Der Polizist durchquerte die Gasse. Es war wirklich ein Desaster. Warum nur hatte man ihn ausgerechnet auf eine Wache in einem Elendsviertel wie dem hier versetzt. Von seinem schönen geruhsamen Arbeitsplatz, in einer ruhigen, gemütlichen Wohngegend in der Nähe New-Yorks nach… Brooklyn! Er hasste seinen neuen Arbeitsplatz jetzt schon. Ganz abgesehen davon, unter welchen Umständen…

Was war das gewesen, hatte nicht etwa jemand laut aufgeschrien? Wohl eher nicht, sonst hätte er ja wohl den Schrei länger als eine Viertelsekunde … Erneut ertönte ein lautes klagendes Kreischen. Der Polizist meinte die Stimme eines Jungen heraus zu hören. Panik stieg in dem Polizisten auf. Was sollte er nun tun? Er fasste einen Entschluss …

Ich schrie erneut laut auf. Was hatte er eigentlich getan? Der Nike-Pulli-Typ schlug erneut zu und ich ging endgültig zu Boden. Sollte ich mich wehren? Die Tür stand einen Spalt breit auf. Konnte ich dies zur Flucht nutzen? Dass ich überhaupt dran dachte …

Auf einmal ging der Nike-Typ zu Boden und eine Viertelsekunde später auch sein Kumpel.

Mit einem erdrückenen Quietschen wurde die Tür aufgestoßen und ein bulliger Polizist trat ein. Nach einem kurzem Stirnrunzeln blickte er sich um und bemerkte dann leicht verdattert, mit Blick auf die Matratze: „Interessanter Ort zum Schlafen…“

Fortsetzung folgt…👌

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