Propheten – Gibt’s die heute noch?

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geralt / Pixabay

Prophet – das Wort klingt erstmal total überholt. Darüber spricht man doch höchstens noch im Religionsunterricht. Solche Menschen gibt es heute gar nicht mehr! Oder doch?

Bevor wir starten: Was sind eigentlich Propheten?
Das Wort Prophet stammt aus dem Griechischen und bedeutet so etwas wie „Fürsprecher“. In einigen Religionen wie auch im Christentum haben Propheten eine elementare Bedeutung. In der Bibel wird beispielsweise davon erzählt, wie Propheten Botschaften verkünden oder handeln, wie es ihnen durch Gott gesagt wurde.
Man muss jedoch zwischen rufenden und gerufenen Propheten unterscheiden, denn die Gerufenen sind die Propheten, die von edlen Menschen angestellt wurden und Geld verdient haben. Sie mussten das Wetter und Veränderungen in der Familie und der Wirtschaft  voraussagen können. Diese Art von Propheten waren eher Wahrsager, als dass sie aus einem religiösen Grund handelten.
Die rufenden Propheten dienten Gott und baten um Rat. Daher auch die Rufenden.

Propheten beschäftigen die Menschheit schon lange und es gab in der Geschichte der Menschen schon viele, doch einige sind unvergesslich.
Elija ist einer der biblischen Propheten, der Gott treu diente. Er lebte um 850 v. Chr. und versuchte das Volk von Israel von Gott zu überzeugen, während das gesamte Volk an den Gott Baal glaubte. Er wurde von Gott berufen und handelte aus tiefem Glauben an Gott.

Die Propheten von heute kann man mit den Propheten von damals durchaus vergleichen. Für mich ist zum Beispiel Mutter Teresa eine wichtige Frau gewesen. Sie ist zwar schon tot, aber was sie getan hat, bleibt unvergesslich. Sie wurde ähnlich wie die Propheten von damals berufen, nämlich durch Gott. Auf einer Zugfahrt durch Kalkutta (das ist in Indien), hat Gott sie berufen mit den Worten „mich dürstet“. Von da an diente sie den Ärmsten der Armen mit Erfolg. Sie gründete einen Orden, namens „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Dank ihrer Hilfe hatten viele Menschen ein besseres Leben.

Außerdem finde ich, dass die „Ärzte ohne Grenzen“ wie Propheten wirken. „Ärzte ohne Grenzen“ ist eine Organisation, die in Krisengebieten hilft. Dabei kommen die  Ärzte auch mit gefährlichen Krankheiten in Berührung. Das ist meiner Meinung nach ziemlich mutig, da die Gefahr manchmal groß ist, sich selbst anzustecken. Diese Ärzte wurden wahrscheinlich nicht alle von Gott berufen, sondern aus anderen Gründen, aber viele handeln durch Barmherzigkeit. Barmherzigkeit ist etwas, was Gott immer an die Menschen vermitteln wollte, deshalb sind diese Ärzte für mich Propheten.

Propheten von heute und damals haben sich also vom Handeln verändert oder führen ihre Berufung anders aus. Doch der Grund, warum sie handeln, ist doch sehr ähnlich. Alles hat doch immer mit Liebe, Barmherzigkeit oder tiefem Glauben zu tun.

Text: Svenja Meyer

 

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