„Generation Smartphone“  Möglichkeiten und Grenzen der Digitalisierung

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In der heutigen, digitalisierten Welt findet man die Vertreter der so genannten „Generation Smartphone“ immer häufiger: Kinder und Jugendliche, die sich aus ihrer Umgebung zunehmend zurückziehen und sich fasziniert und wie gebannt mit ihrem Smartphone beschäftigen. Neben den positiven Möglichkeiten der Digitalisierung warnen Experten allerdings vor den Risiken im Zusammenhang mit  dieser Entwicklung.

Alltagserleichterung und Lernhilfe

Die Generation Smartphone, die in die digitalisierte Welt hineingeboren wird, wächst in einem digitalisierten Kinderzimmer auf und lernt schon im Kindesalter, mit digitalen Medien, wie das eigene Kinder-Tablet oder das Smartphone, umzugehen. So wird ihre Medienkompetenz frühzeitig gefördert und bereitet die Kinder auf ein Leben in einer zunehmend digitalisierten Welt vor. Das Smartphone kann dabei Alltagsaufgaben der Kinder übernehmen: Durch den installierten Taschenrechner übernimmt es das selbständige Kopfrechnen, es schlägt den kürzesten Weg zu dem gewünschten Ort vor oder es ermöglicht die Kommunikation auf sozialen Plattformen. Gleichzeitig können spezielle Apps auf dem Smartphone, Computer oder Tablet den Kindern und Jugendlichen beim Lernen helfen. Diese unterstützen die Kinder auf spielerische Art, Rechnen, Lesen oder Sprechen zu erlernen.

„Digitale Demenz“ und andere Gefahren

Allerdings warnen Experten – wie z. B. der renommierte Gehirnforscher Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer – vor den Folgen dieser Digitalisierung auf die Entwicklung des Gehirns. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Kinder ihre Selbständigkeit in Bezug auf den eigenen Lernprozess, eigenes Denken, die Orientierung in ihrer Umgebung oder die direkte Kommunikation zunehmend verlieren. Er spricht in diesem Zusammenhang von einer „digitalen Demenz“: Ein Prozess, bei dem die Leistungsfähigkeit des Gehirns bei zunehmender Nichtbeanspruchung analog zu einem Muskel sinkt, und Kinder und Jugendliche „verdummen“. So riefen digitale Medien, neben anderen Gefahren wie Sucht oder Cybermobbing, eine frühzeitige Demenz hervor, wenn ein adäquater und zeitlich begrenzter  Umgang nicht gewährleistet werden könne.

Gastautorin: Nele Block-Jacobs (Jg.11)

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