Schule ist nicht nur stumpfes Lernen und im Klassenzimmer sitzen. Zusammen mit den Klassen 8a und 8b erlebten wir eine ganz besondere „Schulwoche“, als wir im September nach England auf Klassenfahrt fuhren.

Montagmorgens um sechs Uhr ging es los. Puh, ganz schön früh. Insgesamt 44 Schüler und vier Lehrerinnen warteten morgens früh am Domhof. Mit dem Bus ging’s los Richtung Calais in Frankreich. Dort startete im Hafen eine Fähre, die unsere Truppe nach England bringen sollte. An einem Tag durch vier Länder reisen – schon das ein Erlebnis: Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich.

Im Hafen von Calais: Passkontrolle, warten und dann Leinen los. Die Überfahrt verlief problemlos und nach zwei Stunden erreichten wir endlich England. Trotz Müdigkeit waren wir alle aufgekratzt und gespannt, was uns erwarten würde. Vom Hafen aus fuhren wir dann weiter zu unserem Zuhause für die nächsten vier Tage, zum Camp „PGL Center Windmill hill“.

Im Center wurden wir zuerst einem Guide zugeteilt, welcher uns dann über das Gelände zum Abendessen in die Kantine führte. Der erste Eindruck war sehr positiv: großes Gelände und interessantes Gebäude!

Nach dem Essen bezogen wir unsere Zimmer und spielten noch ein Geländespiel, um uns besser zurechtfinden zu können, dann war der erste Tag auch schon vorbei.

Am zweiten Tag stand eine Fahrt nach Eastbourne an. Wir starteten direkt nach dem Frühstück. Die Fahrt dauerte mit dem Bus etwa ein bis zwei Stunden. In Eastbourne wurden wir in zwei Gruppen von jeweils einem Touristenführer erst an den beeindruckenden Kreidefelsen oben und am Strand unten entlang  geführt. Wir waren echt begeistert! Am Strand durften wir nicht zu nah an die Felswände, da diese leicht abrutschen. Danach wurden wir kurz durch die Stadt geführt und dann durften wir in kleinen Gruppen allein durch die Stadt laufen. Die Zeit für uns nutzten alle, um sich umzuschauen und auch etwas zu shoppen. Das war richtig toll, weil wir selbst entscheiden konnten, was wir tun wollten.

Am Mittwochmorgen mussten wir schon früh aufstehen, denn es ging nach London. Schon um kurz nach sieben fuhren wir los. Drei Stunden Busfahrt. Trotzdem war dieser Tag wirklich der beste – wir sahen all das, was wir sonst nur aus unseren Englischbüchern oder aus dem Fernsehen kannten: Tower of London, Tower Bridge, Buckingham Palace und Oxford Street. Trotz der Größe der Stadt durften wir uns auch hier in kleinen Gruppen frei bewegen. Das ließen wir uns nicht zwei Mal sagen: Eines der besten Geschäfte war definitiv Hamleys, ein sehr großer Spielzeugladen mit den neuesten und interessantesten  Sachen. Die Mitarbeiter haben alles vorgeführt und vieles durften wir auch selbst ausprobieren. Abends waren alle müde, aber glücklich. Der Tag in London war sehr aufregend und spannend, ging leider viel zu schnell vorbei. Wir wären gern noch etwas länger geblieben.

Am letzten Tag wurden wir Schüler in Gruppen eingeteilt und nutzten einige der vielen Aktivitäten im Center. Es gab einen kleinen Fechtkurs, Trapezklettern und das Spiel Aeroball, bei dem auch Frau Dopp mit auf die Trampoline stieg. Direkt nach den Aktivitäten mussten die Zimmer ausgeräumt werden und wir gingen noch ein letztes Mal zum Essen in die Kantine, bevor wir abends unsere Sachen in den Bus luden, uns von dem Guide verabschiedeten und die Heimreise antraten: Um vier Uhr morgens am Freitag erreichten wir nach nächtlicher Fähr- und Busfahrt endlich Meppen.

Insgesamt war die Fahrt wirklich schön und eine besondere Erfahrung. Einfach „Schule mal anders“ – Englisch lernen nebenbei. Der einzige Mangel war das Essen. Was die Engländer so essen – gewöhnungsbedürftig!

Gastautorin Tabea Alfers, 8c

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