Es ist der erste Abend des „Rock am Ring“-Festivals: 85.000 Menschen feiern und trinken bis die Duchsage aus den Lautsprechern schallt. Und auch danach singen und lachen sie, während sie sich in Richtung der Ausgänge bewegen. Eine Terrormeldung sorgte für einen vorzeitigen Abbruch des Festivals. Doch von Angst und Panik war keine Spur. Das, was am ersten Juniwochenende auf dem Geländes des Festivals passiert ist, war ein gutes Beispiel dafür, dass Terrorismus und religiöser Extremismus niemals eine Chance haben werden.

Innerhalb von nur 15 Minuten verließen die Fans ohne Panik und Zwischenfälle das Gelände. Lauthals sangen sie dabei die Hymne „You´ll never Walk Alone“ die im Fußball zur Unterstützung und für ein Gefühl des Zusammenseins gegen den Gegner gesungen wird.

Denn die Menschen waren zu einem Festival gefahren, das keinesfalls für die absurden Ideologien des islamistischen Terrors steht. Sie waren dort, um zu feiern und gemeinsam das Leben zu genießen. Und das wollten sie sich auch von niemanden nehmen lassen. Aus diesem Grund stimmten sie noch zu einem zweiten Lied an, das für Lebensfreude und Zusammenhalt steht: „Eins kann uns keiner, eins kann uns keiner nehmen und das ist die pure Lust am Leben“. Diesen Song sangen die Festivalbesucher auf ihrem Weg zu den Campingplätzen, während manche kämpferisch die Fäuste in die Höhe streckten, andere tanzten, lachten, rauchten und genossen das Leben.

Nach der Wiederaufnahme des Festivals verwandelten die Fans und Bands ihren Ring wieder in ein gigantisches Fest für Freiheit, Toleranz und Lebensfreude.

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