Günther Pletz, Fraktionsvorsitzeder der UWG Sadtratsfraktion in Meppen, und der UWG Kreistagsfraktion im Kreistag des Landkreises Emsland (Aus zeitlichen Gründen wurden diese Fragen per E-Mail beantwortet und nicht im persönlichen Gespräch)

Was denken Sie ist das obergeordnete Ziel der UWG  dieses Jahr in den Kommunalwahlen oder nächstes Jahr auch in den Bundestagswahlen?

Das wichtigste Ziel der UWG in Meppen ist es, den Verlust der absoluten Mehrheit der CDU in Meppen zu erreichen und damit Hinkehr zu einer bürgernahen Demokratisierung des Meppener Stadtrates und Abkehr vom Fraktionszwang. Für die Bundestagswahl 2017 wünsche ich mir eine regierungsfähige Mehrheit und keine weitere große Koalition.

Was hat Sie persönlich dazu bewegt sich für die UWG zu engagieren?
Meppen ist meine Heimatstadt, ich bin hier geboren und möchte für vieles was ich bekommen habe, einiges, gerade von meinem Fachwissen, zurückgeben. Meppen hat es verdient. Ich wollte immer frei von Parteivorgaben Politik gestalten.

Welche Ziele hat die UWG auf kommunaler Ebene?
Endlich ein Stadtrat in dem ergebnisoffen diskutiert wird und wo jede gute Idee von allen frei von Parteizwängen und Fraktionszwang beraten und entschieden wird.


Die UWG  besitzt viele Ziele die, aufgrund der eher niedrigen Mandate, nicht in der Politik durchgesetzt werden können. Nutzen Sie andere Projektionsflächen, im Rahmen von Organisationen, um mehr bewirken zu können? Wenn ja welche?
Dass viele gute Vorschläge der UWG nicht realisiert wurden, liegt an der Meppener CDU Fraktion, die gebetsmühlenartig solche Vorschläge mit ihrem Fraktionszwang ablehnt. Davon abgesehen haben wir trotzdem etliche Erfolge auch gegen die CDU Fraktion, mit dem Druck der Öffentlichkeit erzielen können. Unsere Medien sind das Internet, die Printmedien und die Öffentlichkeit. Politik hinter verschlossenen Türen, wie bei der CDU, gibt es bei uns nicht.

 

Wir haben bereits letzten Dienstag ein Interview mit der FDP geführt. Was sagen Sie zur Stellung der FDP, dass unsere Demokratie eine derartige Partei standhalten muss und dass diese genau diesselben Rechte zur Offenlegung ihrer Ziele behalten müssen, wie jede andere Partei, so lange sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen?
Zu Aussagen  anderer Parteien äußere ich mich nicht.


Was halten Sie von den kürzlich erfolgten Wahlergebnissen in Mecklenburg-Vorpommern?
Es war vorhersehbar, das Phänomen ist hausgemacht. Schlimm, wie unser Bundestagsabgeordneter aus dem Emsland darauf reagiert hat [Anmerkung der Redaktion: Albert Stegemann, CDU Abgeordneter für das Emsland im Bundestag, kommentierte das Wahlergebnis auf Facebook mit: „Scheiss Nazis!!!“].

Was denken Sie ist der Auslöser für Rechtspoppulismus?
Politikverdrossenheit: Menschen verstehen die Politik nicht mehr und haben mit Blick auf die Zukunft große Ängste.

Was würden Sie sich zu den Wahlen von den Meppener Bürgern wünschen?
Gehen Sie zur Wahl, ob jung oder alt, wer nicht wählen geht, soll auch nicht meckern. In vielen Ländern gibt es dieses Menschenrecht nicht!!

Was denken Sie ist die Lösung um die Schere zwischen Arm und Reich zu bekämpfen?
Bildung, Arbeit, soziale Gerechtigkeit.

Reichtum besteuern, Armut bekämpfen. Ist das mit unserer heutigen Wertvorstellung bzw. Auffassung von Gerechtigkeit und Liberalität überhaupt zu verbinden?
Wer dafür eine Lösung kennt, dem gebührt ein Nobelpreis. In dieser Welt werden die Reichen immer, immer reicher.

Was möchten Sie langfristig mit Ihrer Einstellung zur Politik bewirken?
Mehr Menschen, vor allem junge Menschen, an Politik heranführen. Mehr Bürgerrechte, Bürgerbefragungen, Bürgerbegehren; offene Diskussionen der Politiker und nicht nur Beschlüsse hinter verschlossenen Türen. Mehr Frieden und Freiheit in dieser Welt. Zeitlich Mandate begrenzen, z.B. auf acht Jahre.

Wie beurteilen sie ihre Chancen dieses Jahr?
Wir stehen für eine gute kommunalpolitische, parteiunabhängige, konstruktive, moderne und bürgernahe Politik. Wir haben schon drei Bürgerbegehren und Bürgerbefragungen eingeleitet und durchgeführt. Das wird mit Sicherheit bei der Wahl am Sonntag von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Meppen und dem Landkreis Emsland belohnt werden.

Waren sie auf der AFD-Gegendemo?
Ich persönlich gehe nicht zu Demonstrationen politischer Parteien.

Welchen Tipp können Sie Jugendlichen geben, die sich in der UWG engagieren möchten?
Kommen Sie zu uns zur UWG. Bei uns können Sie junge, moderne Politik nach eigenem Gewissen und nicht nach Parteiwohl oder Zwang leben. Bei uns gibt es keinen Fraktionszwang und keine „Fraktionsdisziplin“, um ein Parteiprogramm einzuhalten oder abzuarbeiten. Nur durch die freie Meinung des einzelnen entsteht Vertrauen und so entstehen gute Beschlüsse. Ein Mandat ist eine Verpflichtung gegenüber dem Wähler, den Bürgerinnen und Bürgern und nicht gegenüber einer Partei!! Das war der entscheidende Grund, weshalb ich diese Unabhängige Wählergemeinschaft UWG Meppen vor 20 Jahren gegründet habe.

Wie würde ein bürgernahes Meppen aussehen?
Regelmäßige Bürgerforen, ein Jugendparlament, was erst genommen wird und in elementaren Fragen Bürgerbefragung und Bürgerbegehren.  Es müsste ein offenes Ohr für die Menschen dieser Stadt geben.

Welches Wort beschreibt die UWG kurz und knapp am besten?
Bürgernah, parteiunabhängig, kompetent, konstruktiv.

Wenn Sie in einem Satz zusammenfassen sollten, warum unsere Leser die UWG wählen sollten, welcher wäre das?
Weil wir frei, unabhängig und konstruktiv sind. Wir arbeiten mit Sachverstand und nur zum Wohle der Stadt Meppen und des Landkreises Meppen und nicht um parteipolitische Programme zu erfüllen.

 

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